Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern. Tot ist nur, 
wer vergessen wird. 
                (Immanuel Kant)

Samstag, , 9. November 2020, 17 Uhr,Schöfferhaus Gernsheim 
LESUNG mit GESPRÄCH. Übersetzer Jonas Empen und Lektorin Janina Reichmann,
Eintritt frei!

Léon war sieben Jahre alt, als seine Familie vor der Oktoberrevolution über Deutschland und Italien nach Paris flüchtete. Der Sohn eines großbürgerlichen jüdischen Verlegers in St. Petersburg studierte Jura, kämpfte im Zweiten Weltkrieg und schloss sich der Resistance gegen die deutsche Besatzung an. Während dieser Zeit beteiligte sich Léon Poliakov an der Rettung von Juden. Nach dem Krieg forschte Poliakov, der Mitglied der französischen Delegation bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen gewesen war, intensiv zu Rassismus, Antisemitismus, jüdischer Geschichte und dem Holocaust. Bis zu seiner Emeritierung war Poliakov Doktor der Philosophie an der Pariser Sorbonne sowie Forschungsleiter am Centre national de la recherche scientifique in Paris. Er starb 1997 in Orsay. Hinterlassen hat er seine Lebensgeschichte mit dem Titel "St. Petersburg - Berlin - Paris. Memoiren eines Davongekommenen". Daraus lesen anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht sein Übersetzer Jonas Empen und Lektorin Janina Reichmann. Dazu laden der Verein Memor und die Buchhandlung Bornhofen ein. Weitere Kooperationspartner sind die Bücherei der katholischen Pfarrgemeinde, das evangelische Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim, das Gymnasium Gernsheim, die katholische Arbeitnehmerbewegung und die Stadtbücherei. Sonntag, 17. November 2019, 11.30 Uhr Trauerhalle am FriedhofVolkstrauertag Gedenkveranstaltung der Schöfferstadt Gernsheim für die Toten von Krieg und Gewaltherrschaft Memor gestaltet eine szenische Lesung mit Birgit Weinmann und Hans-Josef Becker

 

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